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Smart Grid

Was ist das?

Die Networking Akademien planen den ersten eigenen Curriculum für Smart Grid. Smart Grid bedeutet „Intelligentes Stromnetz“. Die Übertragungstechnik im Smart Grid wird auf der IP Technik aufbauen bzw. ist ein weiterer Anwendungsfall, was der Kernbereich der Lehrmaterialien von Cisco ist. Viele Instruktoren haben bereits erste Unterrichtseinheiten entwickelt, weil sie ihren Schülern aktuelle technische Themen präsentieren wollen. Ziel ist nun die Arbeit der Einzelnen auf einer Lernplattform zusammenzuführen und mit der Investition in Systematisierung und Aufbereitung der Unterrichtsmaterialien einen Smart Grid Lehrgang zu entwickeln. Dabei profitieren alle, Lehrkräfte sowie Auszubildende und Studenten.

Diese Idee begeistert Cisco, die Europäische Kommission und die deutschen Akademien. Cisco bietet den Akademien die Möglichkeit Lehrmaterial für den deutschen Markt zu erstellen und liefert organisatorische und inhaltliche Unterstützung. Dabei soll mit dem Packet Tracer virtuelle Versuche zum Thema Smart Meter Installation und Gateway Konfigurierung durch das Cisco Team entwickelt werden.

Mehr Informationen zur Grand Coalition on Digital Jobs und die Zusage (pledge) von Cisco hier: http://ec.europa.eu/digital-agenda/en/current-pledges

Die NetRiders 2013 in Berlin

Internationaler NetRiders 2013

Die vier deutschen Teilnehmer des diesjährigen NetRiders Wettbewerb trafen sich am Morgen des 24. Septembers im Cisco Office in Berlin. Im Gegensatz zu Marcus Ullrich vom Oberstufenzentrum Informations- und Medizintechnik Berlin, hatten die anderen drei Teilnehmer einen weiteren Weg anzutreten. Christian Menz und Jennifer Pinkernell kamen zusammen aus Hannover von der Multi Media Berufsbildenden Schule und Anton Matsiuk kam von der Fachhochschule Heidelberg.

NetRiders 2013_Berlin
Auf geht’s! Lasst den Wettbewerb beginnen…

Der Gewinner des NetRiders Wettbewerb aus dem letzten Jahr, Tim Heckmann, war auch vor Ort und konnte den Teilnehmern ihre Aufregung etwas nehmen und sie anspornen.  Zuerst mussten die NetRiders Teilnehmer einen theoretischen Teil von 100 Fragen in 60 Minuten beantworten. Nach einer kleinen Verschnaufpause ging es dann mit dem praktischen Teil weiter. Dieser dauerte 90 Minuten und umfasste den Packet Tracer inklusive 20 Fragen. Danach waren unsere Teilnehmer erschöpft, aber zufrieden über den geschafften Wettbewerb. Einige Zeit gab es noch zu überbrücken, eh dann schon die Ergebnisse erwartet wurden. Die Spannung stieg. Nachdem die Regionen Russland/CIS, Middle East, and Afrika, kam das Ergebnis von Europe Central: Bernd Ueberbacher aus Österreich erreichte den 1. Platz und darf somit im Januar zum Cisco Headquarter nach San Jose. Wir freuen uns sehr und gratulieren ganz herzlich!

NetRiders 2013_Berlin
Packet Tracer

Der beste deutsche Teilnehmer, Marcus Ullrich erlangte einen stolzen 14. Platz – von 172 Teilnehmern aus 57 Ländern. Wir gratulieren allen Teilnehmern und freuen uns über das gute Ergebnis!

NetRiders 2013_Berlin
Jennifer Pinkernell, Marcus Ullrich, Christian
Menz und Anton Matsiuk.

NetRiders Teilnehmer: Marcus Ullrich

Treffen mit Marcus Ullrich vom Oberstufenzentrum Informations- und Medizintechnik in Berlin

Marcus Ullrich im OSZ IMT               Marcus Ullrich im OSZ IMT
Marcus Ullrich                                                                     Der Berliner NetRiders Teilnehmer bei einer PPP

Wir trafen den Silbermedaillengewinner des Deutschland-NetRiders Wettbewerbs 2013, Marcus Ullrich, im Oberstufenzentrum Informations- und Medizintechnik (OSZ IMT) in Berlin. Marcus ist Auszubildender im Bundesinnenministerium (BMI) und im letzten Lehrjahr. Bevor wir das Interview begannen, konnten wir dem 25-jährigen bei einer Power Point Präsentation zum „Entity Relationship Modell“ zuhören. Seine souveräne Präsentation hat uns beeindruckt. Hier spricht ein Profi mit seinem Publikum.

Vor der Ausbildung, hatte der 25-jährige keine Vorstellung darüber  was und wer Cisco denn überhaupt ist. Das kam erst durch die Networking Academies und mit ihr wurden seine ersten Fragen zu Gateways und ähnlichem beantwortet. Marcus hat sich dann vom Lehrplan der Schule abgekoppelt und mit einem Freund den CCNA Kurs auf der Überholspur in anderthalb Jahren gemacht. Den Test bestand Marcus dann mit über 98% der möglichen Punkte. Ab da war für ihn klar: „Das ist erst der Anfang!” – und er hat sich gleich die nächsten Bücher für den CCNP gekauft und 4 Wochen pro Modul geplant. Während seine Mitschüler im Auslandspraktikum waren, hat Marcus den CCNP Routing & Switching durchgearbeitet. Und das in nur 4 Wochen! Bei seinem Praktikum in Nordrhein-Westfalen bei der Leader Business GmbH konnte er seine Kenntnisse vertiefen. „Es ist toll, den Schritt aus dem Buch in die Realität zu machen.“

Marcus absolviert seine  Ausbildung zum IT-Fachinformatiker Systemintegration im Ausbildungsverbund der Bundesbehörden in Berlin (ITAB). Am 9. September hat er auch schon die nächste Prüfung. Diesmal hat er sich den CCNA Security vorgenommen. Das ist bestimmt eine perfekte Vorbereitung auf den NetRiders Wettbewerb, 2 Wochen später. Nach dem CCNA Security Kurs soll es für Marcus gleich weitergehen – die CCIE Bücher hat er bereits bestellt.

In seinem Ausbildungsplatz im Bundeinnenministerium gibt es ein separates Netz für die Auszubildenden. Das war bis vor kurzem nur mangelhaft dokumentiert und in den Funktionen eingeschränkt. Als ein großes betriebliches Ausbildungsprojekt  hat Marcus ein Netzkonzept für das Übungslabor geschrieben und den Netzaufbau umfassend dokumentiert.  Die Übungsmöglichkeiten sind nun zum Nutzen aller Auszubildenden fast unerschöpflich!

Seit Anfang 2011 macht Marcus seine Ausbildung und plant seine Ausbildungszeit von drei Jahren auf zweieinhalb Jahre zu verkürzen. Das ist durch gute Leistungen und Abitur möglich. Beides kann Marcus vorweisen.

Neben seiner Ausbildung im IT Bereich, hat Marcus noch eine musikalische Seite. Er spielt Akkordeon und war bei der Bundeswehr im Musikkorps. Anfangs brauchten sie keinen Akkordeonspieler und er sollte stattdessen Flöte spielen lernen. Mit einer Grifftabelle hat sich Marcus das Instrument selbst in kurzer Zeit aneignen können. Marcus spielte auf Galas und bei „Jugend musiziert“, allerdings mit seinem erstgewählten Instrument, dem Akkordeon. Er trat auch bei internationalen Militärmusikshows in Rom, Moskau und Kanada mit dem Bundeswehrmusikkorps auf. Nach vier Jahren der musikalischen Bundeswehr-Laufbahn, wollte er sich allerdings anders weiter entwickeln und hat seine Ausbildung in der IT Branche begonnen.

Was ist denn eigentlich seine Technik? „Wie kannst du dir in so kurzer Zeit so viel neuen Stoff aneignen?“, fragten wir den Auszubildenden des BMI. Er erzählt, dass er viel liest, um sich ein neues Thema anzueignen. Er braucht eine „absolute Informationsflut“ und probiert diese Informationen dann zu kategorisieren. Pro Modul liest er zwei Büchersätze. Er prägt sich die Informationen ein, indem er sie einerseits liest, andererseits mit dem Packet Tracer das Erlernte auch praktisch anwendet.

Ausschlaggebend ist aber im besonderen seine Motivation. Die vier Jahre bei der Bundeswehr gaben ihm einen Aufschub vor der Entscheidung was er später machen will. Als er durch die Networking Academy die Welt der Computernetze kennenlernte, packten ihn erst die Neugier und dann die Begeisterung.

NetRiders

Carsten Johnson mit NetRiders Teilnehmer Marcus Ullrich

Und was hat er dann noch für Pläne? Mit all den Zertifikaten, sollten ihm ja sämtliche Türen offen stehen…
Marcus möchte sich in Zukunft noch weiter entwickeln und viele Erfahrungen sammeln. Sein nächster Plan und Wunsch ist, die CCIE Prüfung innerhalb von einem Jahr in Brüssel abzulegen.
Sein Abschlussprojekt für die Ausbildung ist die Netzwerkinfrastruktur für den Neubau des Innenministeriums in der Berliner Friedrichstraße. Marcus plant dabei ein hoch performantes und sicheres Netzwerk inklusive  einer Virtualisierungslösung für das Data-Center.

MINT- Ehrung bei Cisco in Berlin

10 Schulen für 2013 als MINT-freundlich ausgezeichnet

Große Aufregung herrschte am Dienstagvormittag, 17.09.13 im zwölften Stock des Cisco Office in Berlin. Die Initiative „MINT – Zukunft schaffen“ war schon frühzeitig vor Ort, weil sie an diesem Tag zehn neue MINT-freundliche Schulen auszeichnen wollte. Zu diesem Anlass sollten die Staatssekretäre für Bildung aus Berlin, Sigrid Klebba und Brandenburg, Burkhard Jungkamp anreisen. Damit alles reibungslos ablaufen konnte, wurde am Vormittag die Technik getestet, Urkunden sortiert und Flyer und Prospekte verteilt. Punkt 13:00 Uhr begrüßte Carsten Johnson, Verantwortlicher für die Cisco Networking Academies in Deutschland, die Staatssekretäre, die MINT-Partner und Schüler/innen und Lehrer/innen.

Auszeichnung MINT-freundlicher Schulen 17.9. Berlin
v.l.n.r.:Ellen Walther-Klaus (MINT), Jörg Matern, Thomas
Sattelberger, Sigrid Klebba, Burkhard Jungkamp, Pascal
Stauss

Im Anschluss sprachen zunächst die Berliner Staatssekretärin für Jugend und Familie, Sigrid Klebba und dann der Brandenburgische Staatssekretär für Bildung, Jugend und Sport, Burkhard Jungkamp zu den Gästen. Auch der Vorstandsvorsitzende „MINT Zukunft schaffen“ Thomas Sattelberger begrüßte und beglückwünschte die Schulen, Lehrer und Schüler. Er betonte, dass MINT-Bildung der Schlüssel für die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands und für jeden individuell eine sichere Wahl für ökonomische und gesellschaftliche Teilhabe ist. Der Vertreter des Arbeitgeberverbandes, Jörg Matern hob hervor, dass die Berliner und Brandenburger Unternehmen Jugendliche mit MINT-Neigung dringend als Fachkräfte suchen.

Unter den MINT-freundlichen Schulen waren sogar Grundschulen. Um nach den Reden, den Gästen auch etwas praktisches MINT-Rüstzeug mitzugeben, präsentierte Pascal Stauss live die Programmierung einer selbst gebauten digitalen „MINT Kompass“ Applikation, die die Gäste anhand eines QR-Code-Blattes gleich auf ihr Smartphone herunter laden konnten.

Danach folgte die Ehrung und Auszeichnung der Schulen. Jede Schule bekam eine Urkunde und das MINT-Schild, um ihr außergewöhnliches Schulprofil auch nach außen präsentieren zu können. Die Staatssekretäre und der Vorstandsvorsitzende gratulierten und im Anschluss folgte ein Foto mit allen stolzen Urkundenbesitzern. Nach einem letzten Gruppenbild im Cisco Empfangsbereich, stürzten die Besucher hungrig auf den kleinen Imbiss, den Cisco bereit stellte. Ein Kamerateam des MINT-Partners AMV filmte die gesamteVeranstaltung.

Auszeichnung MINT-freundlicher Schulen 17.9. Berlin
Gruppenfoto der MINT-freundlichen Schulen

Thailändische Delegation zu Besuch in Berlin

Thailändische Delegation und Goethe Institut bei Cisco in Berlin

Am Nachmittag des 18. September trafen 16 thailändische Gäste mit einem Dolmetscher im Berliner Cisco Office ein. Die Delegation setzte sich aus zwölf Beamten des Ministeriums in Bangkok sowie vier Vertretern der Schulbehörde in Provinzen zusammen. Das Interesse der Delegation lag auf verschiedenen Themen: die Einbeziehung der beruflichen Welt in den allgemeinbildenden Unterricht, dem naturwissenschaftlichen Unterricht und dem Lernen mit digitalen Medien sowie der Lehreraus- und weiterbildung als Umsetzung curricularer Neuerungen.

Besuch der thailändischen Delegation in Berlin   Besuch der thailändischen Delegation in Berlin

Zwei Vertreter des Goethe Instituts begleiteten die Delegation zu Cisco, wo sie einen Vortrag von Ellen Walther-Klaus über die MINT Initiative zuhören konnten. Im Anschluss stellte Carsten Johnson die Cisco Networking Academies vor. Der thailändische Dolmetscher konnte in der Landessprache alle Unklarheiten während der Vorträge beseitigen und es entstand eine rege Diskussion, bei der die Gäste Fragen stellten und Ellen Walther-Klaus und Carsten Johnson diese entsprechend beantworten und erklären konnten. Neugierig inspizierten die Gäste ihr kleines Gastgeschenk, das auf den Tischen plaziert worden ist. Einige ließen sich die Berliner Schokobären auch gleich schmecken, andere begnügten sich mit Tee.

Der krönende Abschluss war eine TelePresence mit Markus Schwertel, der die Delegation live aus Bangkok begrüßte. Es entstand der direkte Kontakt von Berlin zurück nach Bangkok. Bilder zeigen die Begeisterung der Thailänder und ihr reges Interesse. Es wurde vereinbart, dass es nach der Rückkehr ein weiteres Treffen mit Markus Schwertel und der Academy Managerin in Thailand, Chanunda Phongposob geben wird.

Besuch der thailändischen Delegation in Berlin
TelePresence mit Markus Schwertel in Bangkok

Besuch der thailändischen Delegation in Berlin
Gruppenfoto von den thailändischen Gästen mit MINT
und Cisco

Kreativ auffallen

NetAcad Students rappen Song

Die Schüler der Networking Academies fallen nicht nur dadurch auf, dass sie die Kurse für die Industriezertifikate besuchen und bestehen. Sie sind auch noch kreativ.

Wie funktionieren duale Studiengänge und Ausbildungsangebote mit Zusatzqualifikation in der Praxis, wie sehen die Erfahrungen junger Leute in ihrem konkreten Ausbildungsalltag aus? 

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat in seinem Wettbewerb „MyAusbildungPlus“ zum zweiten Mal Antworten von Auszubildenden und Studenten auf diese Fragen prämiert.

Schüler des Oberstufenzentrums Informations- und Medizintechnik verpackten Ihre Erfahrungen bei ihrer Ausbildung bei der Deutschen Telekom in einem Rap-Song.

Bild

Philipp Trautmann und Lasse Böttcher sind die Autoren des Raps zur Ausbildung zum Fachinformatiker Systemintegration mit Zusatzqualifikation (FSZ) und haben mit Ihrem Rap den 1. Preis gewonnen


Bei einer Recherche im Internet habe ich noch weitere coole Erfahrungsberichte dieser Art gefunden.
Seht selbst:

Cisco CVC Rap
New Hire Rap with Indian Tunes im Background

… oder den hier:

Cisco Catalyst 6509 NetFlow Rap
Cool Netflow

Schnittstelle zwischen Fachidiotie und Laien

Nuray Gürler

CCNA Kurs am SFZ Förderzentrum in Chemnitz
Erfahren mit Herausforderungen und Schwierigkeiten für blinde Menschen mit einer e-Learning Plattform
Heute arbeitet sie als IT Trainerin beim Bildungswerk WBS.

Wie kann man das alles schaffen?

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Nuray und ihr Instruktor bei                                                    Nuray Gürler, ihr Instruktor und Carsten Johnson
den WorldSkills 2013                                                                    von Cisco

Lesen Sie mehr ….

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Interview mit Nuray Gürler

Nuray Gürler ist 32 Jahre alt und das erste Mal trafen wir sie bei den WorldSkills 2013 in Leipzig. Sie kam als Besucherin und hat 2010 ihr CCNA Zertifikat gemacht. Heute arbeitet sie als IT Trainerin. Wir haben uns nocheinmal mit ihr für ein Interview getroffen, denn eine nur dem ersten Anschein nach alltägliche Geschichte, hat uns sehr fasziniert.

Nuray hat einen Kursteil CCNA während der Ausbildung zur IT-Fachinformatikerin Anwendungsentwicklung absolviert. Klingt alles ganz normal, das haben viele andere auch schon geschafft – Aber ganz so einfach ist es nicht. Nuray hat im SFZ Förderzentrum in Chemnitz die Networking Academies besucht. Das SFZ  Förderzentrum bietet Menschen, die von Sehbehinderung, Blindheit oder Mehrfachbehinderungen betroffen sind, ein großes Spektrum an Ausbildungsmöglichkeiten. Die Ausbildung zur Fachinformatikerin für Anwendungsentwicklung, beschreibt Nuray eher als eine Vernunftsentscheidung.  Sie hat sich gegen die Fachrichtung Systemintegration entschieden, bei der sie vermutlich durch ihr Blindsein stärker eingeschränkt gewesen wäre.

Soweit scheint alles gut gelaufen zu sein, wir haben aber einmal genauer nachgefragt, welche Herausforderungen während des Networking Academy Programms aufgetreten sind. Welche Schwierigkeiten begegnen blinden Menschen mit der e-Learning Plattform? Nuray nennt das Stichwort Netzwerkinfrastruktur. Diese wird oft grafisch dargestellt und Grafiken sind schwer zu verbalisieren. Beispiele und Bildbeschreibungen waren aber gut verständlich. Außerdem war  es schwierig den Test eigenständig zu absolvieren, sodass ihr Instruktor als Lesehelfer neben ihr saß. Am besten behalten kann sich Nuray Inhalte, die sie sowohl hört als auch nachlesen kann.

Die Bildschirmoberfläche und damit auch den CCNA-Kurs liest Nuray mit Hilfe des Screenreaders Zeile für Zeile auf einer Braille-Zeile. Dabei liest man auf der Zeile. Braille ist die ertastbare Darstellung von Buchstaben in Form von kleinen Erhebungen. Ihr Instruktor Hans-Joachim Jens las in Prüfungssituationen die Fragen vor, weil die Klick-Oberflächen keine Bildbeschreibungen besaßen. Der Instruktor musste die Bilder verbalisieren und genau aufpassen, dass er nicht Teile der Lösung durch die Bildbeschreibung  verrät und somit schon Antworten vorweg nimmt. Die Bedingungen waren erschwert, denn Nuray konnte sich nicht eigenständig auf die Prüfung vorbereiten. Es war so gut wie unmöglich für Nuray etwas ad hoc, ohne Vorbereitung, durchzuführen und mit dem Packet Tracer konnte sie leider nicht arbeiten, weil die grafischen Elemente nicht lesbar waren. Die praktischen Aufgaben hingegen konnte  Nuray lösen und hat ihre Laborgeräte natürlich selbst verkabelt und sich die Form der Hardware durch Abtasten eingeprägt. Im Lehrmaterial werden Grafiken meist alternativ in Textform erläutert.

Heute arbeitet Nuray als IT Trainerin bei einem Ingenieurbüro. Als Trainerin sieht sie sich als „Schnittstelle zwischen Fachidiotie und Laien“. Im Augenblick unterrichtet sie im Unterauftrag bei dem Bildungsträger WBS. Dabei lehrt sie überall dort, wo sie gebraucht wird – in Halle, Leipzig, Dresden oder Chemnitz. Meist gibt sie Präsenzunterricht. Das CCNA Zertifikat hat ihr sehr geholfen, ihren heutigen Job zu bekommen. Einerseits weil nicht jeder Bewerber ein Industriezertifikat vorweisen kann und Cisco zudem ein bekannter Name ist. Nurays jetziger Chef hat vor allem so erkennen können, dass sie eine „enorme Lernbereitschaft“ besitzt. Nuray formuliert es so: „Gehandicapte Menschen müssen oft 150% leisten, um die gleiche Anerkennung zu bekommen.“ Nuray erfüllte mehr als den Standard und war somit besser als andere Mitbewerber.

Nach ihrer Ausbildung folgte kein völlig nahtloser Übergang ins Berufsleben. Sie meldete sich bei einer Jobbörse an und entgegen aller Einwände, dass sie Angebote nur per Email erreichen sollte, bekam sie  das Angebot für ihren jetzigen Job, per Post. Es ist nicht so, dass sie keine Briefe lesen kann, aber es bedeutet extra Aufwand. Sie muss die Seiten einscannen und die Bilddateien des Scanners sind mit dem Screenreader nur schwer lesbar. Trotzdem hat sich Nuray beworben und ist an einem Samstagmorgen zum Vorstellungsgespräch gegangen. Das Gespräch verlief gut und sie sollte als Hausaufgabe über einen Testaccount, die technischen Funktionen ausprobieren. Leider war die Software nicht barrierefrei. Trotzdem bekam Nuray am Montag die Zusage von ihrem Chef, dass sie als IT Trainerin anfangen kann.

Nuray hat das CCNA Zertifikat für sich selbst gemacht. „Es kann ja nicht schaden, nur besser machen.“ Sie empfiehlt jedem an dem Networking Academy Programm teilzunehmen, der sich für die Materie begeistern kann.

Zukunftspläne hat sie keine konkreten. „Das Leben ist nicht planbar. Es kommt immer anders als man denkt.“ Nuray macht sich momentan keine Gedanken um die Zukunft. Sie wünscht sich einfach, dass sie noch lange eine so  erfolgreiche Trainerin ist wie bisher.

Nachlese Akademietag 2012 in Lingen

11. und 12. Mai
Akademietag2012Lingen
Ein richtiges Event war der Akademietag 2012 in Lingen. Den Teilnehmern wurde ein riesiges Angebot verschiedener Workshops geboten, in denen sie sich weiterbilden konnten. Nachdem Ende des Jahres 2011 feststand, dass der Akademietag im nächsten Jahr in Lingen sein würde, bekam Bernd Kelker, Lehrkraft und Instruktor der Berufsbildenden Schule (BBS) Lingen schnell Zusagen von Kollegen aus Niedersachsen. Mitarbeiter und Schüler der BBS waren an der Vorbereitung und Durchführung beteiligt und begleiteten durch beide Tage.

Das Rahmenprogramm dieses Jahres fiel aus dem Rahmen. Herr Jänen, Schulleiter der BBS Lingen hieß die Besucher willkommen. Von der Vorstellung der Academy Evolution, den Neuerungen im Cisco-Programm,  berichtet Carsten Johnson, Area Academy Manager Cisco Systems und im Hintergrund erklang Swing-Musik von den „Zucchini Sistaz“ (http://www.zucchinisistaz.de/). Die drei Damen sorgten für einen beschwingten Auftakt während der gesamten Veranstaltung. Der Abend wurde im „Hubertushof“ in Lingen verbracht, wo an das leibliche Wohl sowie humorvolle Unterhaltung der Comedians „Fuchs and friends“ (www.fuchsandfriends.com) gedacht wurde.

Ein Dank gilt allen Teilnehmern/innen, die wir in Lingen begrüßen durften und die Zeit auch nutzten, um zu „netzwerken“.

Mehr Informationen

http://www.itbildungsnetz.de/Programm

Girls’Day in Berlin – 25. April 2013

Cisco and Telekom trainees working together for a successful future of the girls

For the sixth time in a row female students of the “Integrierten Sekundarschule Wolfgang Borchert“ school  from Berlin-Spandau came to the Cisco Office in Berlin to find out more about jobs and the work environment in the IT sector.  The Girls’ Day at Cisco started with a TelePresence Demo which was very interesting for the girls – everyone knows about Skype – but the girls directly wanted to know how much it would cost to have such a technology at home…

Carsten Johnson, who organized the Girls’ Day, welcomed the visitors. Before that they had a tour through a server room led by Thomas Gerneth.  Director transformational and Enterprise Accounts and also the father of two girls, Uwe Peter presented the company and explained the importance of that day and their future career choice to the girls. Afterwards Evelyn Feldhoff, Account Manager, demonstrated how the Internet works. This started with a little movie … .

Finally the girls had various workshops with trainees of Deutsche Telekom discussing subjects as “security in the Internet” or “cyber-bullying”.   Taking apart computers and putting them back together as well as practicing job interviews concluded the day.

Girls'Day 2013 Berlin     Girls'Day 2013 Berlin Girls’Day 2013 in Berlin

The students enjoyed their day and showed their interest to sign up for internships at Cisco and Telekom.
The Girls’ Day was a lot of fun this year and we’re looking forward to the next year.

Girls’Day 2013 am 25. April @ Cisco Berlin

Frauen und eine Karriere im naturwissenschaftlichen oder technischen Bereich  – ein Widerspruch? Cisco und Auszubildende der Deutschen Telekom gemeinsam für erfolgreiche Mädchen in der IT

Zum sechsten Mal in Folge war Cisco Berlin Gastgeber des Girls’ Day. Im Office trafen sich Schülerinnen der Integrierten Sekundarschule Wolfgang Borchert aus Berlin-Spandau, die sich am Mädchen-Zukunftstag über Berufe und den Berufsalltag in der Computer- und IT-Branche informieren und die Arbeitsumgebung eines international arbeitenden Unternehmens kennenlernen wollten.

 Der Tag begann für die Mädchen mit einer TelePresence-Demo, die auf großes Interesse stieß – schließlich kennen alle Skype und nutzen es. Bei einigen Mädchen fand die TP-Anlage einen solchen Anklang, dass sie gleich nachfragten, wie teuer sie  ist. Vielleicht für Zuhause…?!

Vor der offiziellen Eröffnung der Veranstaltung durch Carsten Johnson, Networking Academy Programm Manager und Organisator des Girls’Day, führte Systemingenieur Thomas Gerneth die Mädchen durch den Server-Raum. Danach stellte Uwe Peter, Direktor Strategische Großkunden bei Cisco, kurz das Unternehmen vor und machte unseren jungen Besucherinnen deutlich, warum ihm der Girls’Day  wichtig und eine große Chance für ihre Berufs- und Studienwahl ist.

Evelyn Feldhoff, Informatikerin und Account Manager, gab den Mädchen einen Einblick in die Funktionsweise des Internets. Von wegen: das Internet ist einfach da. Dafür braucht es Geräte, die den Datenverkehr regeln und Menschen, die diese Geräte bauen und an Kunden verkaufen. Um die trockenen Inhalte für die Mädchen anschaulicher zu machen, zeigte Evelyn ihnen den „Maus“-Film:

Auszubildende der Deutschen Telekom hielten Workshops für die Mädchen. Acht Azubis im ersten Lehrjahr, bearbeiteten zusammen mit den 13- bis 16-jährigen Teilnehmerinnen folgende Themen: kompetenter und verantwortungsvoller Umgang mit digitalen Medien, technische Sicherheit im Netz,  Schutz meines WLAN-Routers vor unbefugten Zugriffen und Mobbing in sozialen Netzwerken. Des Weiteren wurden im „PC-Labor“  Rechner zerlegt und dann wieder zusammengebaut. Weil es am Girls‘ Day auch um Berufsvorbereitung geht, wurden den Mädchen die Ausbildungsberufe in der IT vorgestellt und das Erstellen von kurzen Präsentationen für Bewerbungen geübt.

Mädchen in IT- Berufen oder Wo geht es hier zum Praktikum?

Das Feedback der Schülerinnen war eindeutig: Der Tag hat ihnen gut gefallen, da sie in den Workshops die praktische Erfahrung machen konnten, den Anforderungen eines Berufs im Telekommunikationsbereich durchaus gewachsen zu sein. „ Ich bin hergekommen, weil ich nicht zur Schule gehen wollte. Aber das hier macht ja richtig Spaß!“ Diese positive Erfahrung reflektiert sich auch in der Nachfrage der Mädchen nach Praktikumsplätzen – sowohl bei Cisco als auch bei der Telekom.

Weiterführende Informationen

Cisco Systems GmbH http://www.cisco.com/web/DE/index.html

Girls’ Day 2013   http://www.girls-day.de/

Ausbildungsberufe der Deutschen Telekom AG
http://www.telekom.com/karriere/Schueler/ausbildungsberufe/38608

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