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Einander inspirieren … Wir haben was vor!

13. Cisco Akademietag in Deutschland
Speyer, 16. + 17. Mai 2014

Neue Lernmaterialien, bessere Unterrichtsbedingungen für den Informatikunterricht und der Austausch zwischen Praktikern standen im Mittelpunkt des 13. Akademietages. Gastgeber der Veranstaltung im Rahmen der europäischen „e-Skills for digital Jobs“ Kampagne war das Pädagogische Landesinstitut Rheinland-Pfalz in Speyer. Der Einladung in die Domstadt folgten 140 Instruktoren/innen aus ganz Deutschland. Das ist jeder sechste Cisco Networking Academy Instructor aus Deutschland.

Lehr- und Lernpartnerschaft

Technische Neuerungen im IT-Bereich sind immer wieder Anlass dafür, neue Inhalte für den Unterricht an Beruflichen Schulen und Hochschulen aufzubereiten und dann in der Praxis einzuführen. Die Direktorin des Pädagogischen Landesinstituts, Dr. Birgit Pikowski, reflektierte über diesen Prozess und den Nutzen der Kooperation zwischen öffentlicher Bildung und Cisco. Nachhaltigkeit und Verlässlichkeit waren die Begriffe, mit denen sie die Voraussetzungen für eine gute Zusammenarbeit beschrieb.

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Piotr Pluta, Carsten Johnson, Dr. Birgit Pikowsky, Christian Korff, Prof. Thomas Meuser

Internet of Everything in der Bildung

Christian Korff, Direktor für den Vertrieb im öffentlichen Sektor, stellte klar, dass verlässliche Partnerschaft mit den Bildungseinrichtungen in Deutschland Cisco auch weiterhin am Herzen liegt. Er sprach auch über die Chancen und Herausforderungen, die mit der Ausbreitung der Datenkommunikation zwischen Maschinen und technischen Geräten verbunden sind –dem „Internet of Everything“ (IoE). Große Potenziale für Effizienzsteigerung und individuellen wie gesellschaftlichen Nutzen sind durch IoE Anwendungen möglich.

Dafür braucht es viele Menschen, die über die beruflichen Kompetenzen verfügen, und die Infrastruktur dafür schaffen, betreuen ud weiterentwickeln. Und das sind die Absolventen der Networking Academy. Im Bereich des Datenschutzes gibt es Herausforderungen, über die offen und auf guter Informationsbasis diskutiert werden muss. Auch hier leisten die Inhalte der Networking Academy ihren Beitrag, in dem sie vielen Jugendlichen das Wissen zugänglich machen, um informiert mitreden zu können.

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Prof. Thomas Meuser während des Treffens der Academy Support Center

Übersetzungen, Smart Grid und Linux Essentials Inalte auf der Lernplattform NetSpace

Verbesserungen für die unterrichtliche Praxis kommen mit Übersetzungen der Online-Lernmaterialien von Cisco. Mit einer deutschsprachigen Version des Kurses IT Essentials können neue Schülergruppen z.B. in der allgemeinbildenden Sekundarschule erreicht werden. Ab dem kommenden Schuljahr steht die übersetzte Version als niedrigschwelliges Angebot zur Verfügung. Neu dazu gekommen sind Inhalte zum Thema intelligente Stromnetze (Smart Grid) und der Lehrgang Linux Essentials – eine Einführung in das weitverbreitete Open–Source-Betriebssystem.

Workshops und Diskussionen bis in die Nacht

Jeden Tag Schüler unterrichten und nur knappe Zeit zur Vorbereitung?
Da hilft der Austausch mit Kollegen und das Kennenlernen erprobter Unterrichtskonzepte. Genau das fand im Workshop-Programm des Akademietags statt und natürlich auch während der gemeinsamen Pausen und beim geselligen Grillabend. Bei frühlingshaften Temperaturen hielten einige Instruktoren bis spät in die Nacht durch.

Konversationen, Kommentare, Statements und Meinungen und der Blick auf die Perspektiven prägten dann den zweiten Tag des Kongresses – bestimmt durch konstruktive Arbeit zu den vielen Sachthemen und Herausforderungen in der Lehrtätigkeit in der IT-Bildung.

In Pausen wurde das Networking der Kolleginnen und Kollegen miteinander durch Partnerangebote auf der NetAcad Fair angereichert. Firmen wie Corning, EMC, BFE, Heliocentris, Linux Professional Institute, NDG und d.punkt-Verlag, die unterstützende Leistungen für die Lehre anbieten, standen für Informationen und Unterstützungsanfragen offen.

Mit den Schlußworten des Cisco Academy Area Managers Carsten Johnson und des Vereinssitzenden des IT-Bildungsnetz e.V., Prof. Thomas Meuser als Veranstalter dieser Tagung, machten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf den Weg nach Hause und an ihre Arbeit: Inspiriert durch neue Ideen und der Sicherheit im Rücken, sich auf die Unterstützung ihrer Arbeit durch ihre Kolleginnen und Kollegen aus derCisco Networking Community verlassen zu können.

Ganz besonderer Dank gilt an dieser Stelle dem Pädagogischen Landesinstitut, welches für die zwei Tage ein perfekter Gastgeber des anspruchsvollen und perspektivischen Dialogs war.

CCNA 2014 – Vom Online-Lernen zu Learning Experiences

Curriculum Arbeitsgruppe Dillingen

Wie können wir uns auf die Vermittlung des Wesentlichen in der IT-Ausbildung konzentrieren?

Das war die erste Frage, als sich 2012 in Dillingen eine Handvoll Instruktoren zusammensetzten.

Wir – das sind die Academy Support Center aus Bayern, Berlin, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen und die größte Cisco Networking Academy in Deutschland – alle sehr engagiert in der Frage, welche Wege es gibt, zeitgemäß und inhaltsadäquat zu unterrichten. Aber niemand in der Runde dachte am Anfang, das die an sich so einfache Frage zu einer so langen, intensiven und produktiven Diskussion werden würde: Erfahrungen wurden ausgetauscht, Ideen kontrovers diskutiert und Konzepte gesichtet, verworfen und neu entwickelt.

lernszenarien

Von l.n.r. Dr. Reinhard Rentner, Edgar Euteneuer, Peter Heyeckhaus, Günter Moegele, Michael Lotter, Thomas Meuser, Manfred Wolf, Tobias Koeppel, Karl-Heinz Schiffl, Ana Schachschneider

Wenn unterrichtet wird, sollte man wissen, was am Ende die Ergebnisse des Lernprozesses sein sollen. So startete unsere Diskussion mit den Zielen der IT-Ausbildung im Bereich der Netzwerktechnik, natürlich mit dem besonderen Hintergrund der dualen Ausbildung, den Ansprüchen und Notwendigkeiten der Wirtschaft und den Anforderungen der Kammerabschlüsse.

Es war eine lange Diskussion:
Wir definierten den Kern unserer Arbeit – die notwendigen Kompetenzen eines Netzwerktechnikers, die es zu vermitteln gilt. Daraus entwickelten wir eine eigene Kompetenzmatrix. Natürlich mussten wir diese definierte Kompetenzmatrix wiederum mit dem Europäischen Qualifikationsrahmen (EQF) synchronisieren.

Dabei stellten wir fest, dass es sehr hilfreich wäre, wenn unsere Materialien nicht auf dem abstrakten Niveau der Kompetenzentwicklung blieben, sondern eine praktische Relevanz für den Unterricht bekommen würden. Attraktives Lernmaterial, das dem Instruktor hilft, interessante, qualifizierende und wertvolle Lernarbeit zu gestalten.

Das Zauberwort heißt „Lernszenario” – unsere Antwort auf die Anforderungen des zeitgemäßen Unterrichts. Diese spezifische Art der komplexen Aufgabenstellungen für Auszubildende und Schülerinnen und Schüler reduziert komplexe Inhalte auf die kompetenzrelevanten Inhalte und fokussiert die Konzentration im Unterricht auf die berufskonstituierenden Fähigkeiten.

Lernszenarios avancieren so zu einem attraktiven „Add-on“ der Cisco Networking Academies, da wir den Bezug zwischen dem informationsreichen Angebot im NetSpace-Curriculum verkürzen auf ein Lernerlebnis mit berufsbildender Zielstellung.

Auf unserem Akademietag in Speyer (16./17. Mai 2014) wurden die beiden „Motoren“ des Entwicklungsprozesses – Ana Schachschneider (OSZIMT, Berlin) und Michael Lotter (ALP, Dillingen) – die ersten Lernszenarios, entwickelt von Instruktoren und Instruktorinnen aus der Runde der Cisco Networking Academies, vorgestellt.

„Einfache Ist-Analyse eines kleinen Netzwerk“ mit direktem Bezug zum ersten Kapitel des CCNA-Curriculums,
„Adressieren im Netzwerk: ACL – DHCP und NAT“
(Curriculum CCNA 2, Kapitel 9),
„Erstelle ein kleines Roaming-WLAN-Netz“ (CCNA 3, Kapitel 4)

sind die ersten drei Szenarien, die für den Einsatz im Unterricht konzipiert wurden.

Wie geht es weiter?

Weitere Lernszenarien für das CCNA-Curriculum werden folgen. Und zur Erweiterung müssen auch zusätzliche Themen berücksichtigt werden:

RFID, biometrische Erkennung, Lichtwellenleiter, strukturierte Verkabelung, DNS und dynamisches DNS, VOIP, Cloud Computing, Multi SSID, Virtualisierung, Firewall, DMZ, SANs, Datensicherheit und Datenschutz, Radius, Terminal Server, Client Server, Server Clustering, Mobile Netzwerke.

Die Arbeitsgruppe möchte dabei die Modernität und Attraktivität der Lernangebote erhalten und steigern.

Nicht jedes Thema oder jede Idee muss ein Lernszenario werden – aber jede Idee zeigt die verantwortungsvolle Auseinandersetzung der Instruktoren und Instruktorinnen mit den Anforderungen der modernen Berufswelt. Und jede zukunftsorientierte Entwicklung für den Unterricht erhöht die Attraktivität der Lernenden in unseren NetAcads für den Arbeitsmarkt.

Wir sind überzeugt, dass dieser Weg der Aufbereitung technischer Lerninhalte die richtige Antwort auf die hohen Anforderungen der Wirtschaft und der Unternehmen ist.

Möchten Sie sich diesem Ansatz anschließen, mitarbeiten und die neuen Materialien ausprobieren?
Möchten Sie Ihr Lernmaterial oder Lernszenario der Gemeinschaft der Cisco Networking Academies zur Verfügung stellen?

Nehmen Sie mit uns Kontakt auf:
Tobias Koeppel tobias.koeppel@it-bildungsnetz.de und Carsten Johnson carsjohn@cisco.com

Wir freuen uns auf Ihre Beteiligung!

LINKS

Cisco Networking Academy Day in Speyer (16./17. Mai 2014)

IT-Bildungsnetz

13. Akademietag für Instruktoren/innen aus Deutschland am 16. und 17. Mai 2014 in Speyer

Das Pädagogische Landesinstitut Rheinland-Pfalz ist dieses Jahr Gastgeber für den deutschen Akademietag. Bis zu 150 Instruktoren/innen aus den NetAcads werden sich für 1 1/2 Tage treffen, um Erfahrungen auszutauschen, Informationen zu neuen Lernangeboten zu sammeln und den gemeinsamen Erfolg zu feiern.

Thematisch werden die Vorstellung der Smart Grid Lernmaterialien und die Linux Essentials zu den Höhepunkten gehören. Zur Eröffnung erwarten wir Vertreter/innen der Landespolitik und von Cisco.

Eine Übersicht der Workshops und die Anmeldung finden Sie hier.

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